Klimacamp 2020

Beim Klimacamp 2020, welches vom 8.-11.Oktober im Kurpark stattfand konnten insgesamt 32 Workshops auf dem Camp durchgeführt und 520 Besucher*innen begrüßt werden. Die Workshops handelten von Themen, wie: Argumente für Rohstoffwende bei Metallen; inwiefern Grünes Wachstum nicht möglich ist und was alternative wirtschaftliche Konzepte, die den Klimawandel verlangsamen sind; es ging auch um sehr selbstkritisches, wie Rassismus in der Klimagerechtigkeitsbewegung; aber auch Fragen bezüglich der Selbstachtsamkeit, wie achte ich auf meine eigenen Bedürfnisse bei meinem Aktivismus wurden angegangen. Am Samstag gab es zusätzlich einen großen Markt der Möglichkeiten mit über 20 Initiativen aus Lüneburg, die sich und ihre Arbeit an Ständen vorstellten. Für die kulturelle Unterhaltung gab es musikalische Auftritte von DJ*anes des Lüneburger „Mamagei“ Kollektivs, lokalen Bands wie „Tischlerei Lischitzki“, „Mittel zum Zweck“, „Manja & Maria“ und „Moritz Konstantin and Art Attack“. Aber auch Bands, die nicht aus Lüneburg kommen, wie das Ska und Polka vermischende „Offbeat Cooperative“ aus Dresden oder die Hamburger „Rapfugees“ waren vertreten. Zusätzlich gab es eine Feuershow, wie Jonglier- und andere Performances. So konnte das Klimacamp, das insgesamt ohne großen Pannen verlaufen war, mit vielen helfenden Händen am Sonntag beendet und abgebaut werden. Generell war das alles nur durch sehr viele freiwillige Helfer*innen und Fördernde so durchführbar. An der Stelle gab es ein großes Dankeschön von einem sehr zufriedenen, aber auch erschöpften Organisationsteam.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Klimacamp eine ziemlich erfolgreiche Veranstaltung für die erste ihrer Art in Lüneburg war, und mit Corona-Erschwerungen glücklicherweise sicher abgelaufen ist. Vor allem die Bersucher*innenzahlen und -vielfalt haben uns überrascht, aber auch, wie gut die Kommunikation mit den Behörden ablief und wie viele Menschen bereit waren, Aufgaben zu übernehmen. Trotzdem gibt es einige Verbesserungen, die wir bei einem nächsten Klimacamp gerne implementieren würden. Zunächst einmal war das Wetter an einigen Stellen sehr nass und kalt, sodass es zu einem früheren Zeitpunkt im Jahr stattfinden sollte. Zum anderen wünschen wir uns für nächste Camps eine höhere Diversität bei der Programmgestaltung und den Workshopgebenden, sowie einfachere Einstiegsmöglichkeiten in die Themen – d.h. weniger benötigtes Vorwissen und dabei auch ein größeres Angebot für Menschen, die kein Deutsch sprechen. Ein zusätzlicher Punkt der im Nachhinein bei der Reflexion aufgefallen ist, war ein fehlendes Programm für Kinder – um auch Eltern den Besuch auf dem Camp zu ermöglichen und familienfreundlicher zu werden. Ein nächstes Klimacamp zu veranstalten wird aufgrund der Notwendigkeit, ein besseres Klima zu schaffen, in Betracht gezogen.